17.10.2008 - Wirtschaft, Polizeimeldungen:
Bank-Anschlag in Birk : War ein 26-jähriger beteiligt ?

Die brennende Bankfiliale in Birk kurz nach der Explosion (Foto: Feuerwehr Lohmar)
Die spektakuläre Tat geschah am frühen Rosenmontag-Morgen des vergangenen Jahres in Birk : Per Fernzündung versuchten Gangster im Parterre des dreistöckigen Wohn- und Geschäftshauses an der Birker Straße 51 einen Geldautomaten der 'VR-Bank'-Zweigstelle in die Luft zu sprengen, in den sie zuvor ein gefährliches Gasgemisch eingeleitet hatten. Gegen 3.30 Uhr kam es zu einer heftigen Explosion, danach brach Feuer aus. Die im Schlaf überraschten Mieter der oberen Geschosse konnten sich zum Glück noch rechtzeitig ins Freie retten.
Zwar machten die rücksichtslos agierenden Täter in Birk keinerlei Beute, da der Geldautomat seinen Inhalt nicht preisgab, doch der angerichtete Sachschaden war enorm. Erst im August dieses Jahres konnte die Bank-Zweigstelle in dem Gebäude wieder bezogen und neueröffnet werden. Wer das brutale Verbrechen begangen hat, ist noch nicht geklärt. Die Tat gehörte aber offenbar zu einer spektakulären Raubserie zwischen 2005 und 2007 auf Geldinstitute im gesamten Bundesgebiet, bei der Schäden in Millionenhöhe angerichtet wurden.
Allerdings : Vor dem Landgericht Düsseldorf sitzt seit dem heutigen Freitag ein 26-jähriger Rumäne wegen schweren Raubes auf der Anklagebank. Er soll nach Ansicht der Staatsanwaltschaft als Mitglied einer Profibande unter anderem zwei ähnlich gelagerte Delikte im Jahre 2005 in Schwerte und Ratingen begangen und dabei auch DNA-Spuren hinterlassen haben. Ob der 26-jährige, der erst nach längerer Flucht gefasst worden war, auch für die Tat in Birk in Frage kommt, bleibt abzuwarten. Der Prozess gegen ihn ist zunächst auf zwölf Verhandlungstage angesetzt. (lö)

Das Gebäude nach dem Sprengstoff-Anschlag und aktuell nach der Renovierung
Foyer und Innenräume der Bankfiliale wurden 2007 nahezu vollständig zerstört





