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05.09.2019 - Vereine, Freizeit, Kulturelles:

Chorfahrt nach Ahrweiler - ein 'ECHO' auf Reisen

(Foto : 'Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchor Lohmar')

Eine Information des 'Kinder-, Jugend- und Erwchsenenchor Lohmar' :  In vergnügter Ausflugsstimmung fuhren wir - der Erwachsenenchor Lohmar, kurz 'ECHO' - am 31. August per Bus in die Jugendherberge nach Ahrweiler. Vor Ort angekommen versammelten wir uns zunächst im Probenraum, um den weiteren Ablauf des vor uns liegenden Wochenendes kurz zu besprechen. Da unsere Zimmer noch nicht bezugsfertig waren, beschlossen wir spontan zu proben.

Barbara, unsere Chorleiterin, hatte uns ein großartiges neues Lied für das kommende Adventskonzert mitgebracht. Nach einem ausgiebigen Mittagessen wurden sodann die Betten bezogen und im Anschluss noch ein paar unserer Lieder verfeinert. Traditionell wird auf der Chorfahrt immer fleißig geprobt. Aber auch das Vergnügen kommt nicht zu kurz.

Gegen fünf Uhr trafen sich deshalb alle vor der Herberge. Wir fuhren gemeinsam mit dem Zug nach Mayschoß hinüber, wo wir das Kellergewölbe der ältesten Winzergenossenschaft der Welt besichtigten. Wir wurden an unzähligen Fässern vorbeigeführt, hielten kurz an der Schatzkammer, in der die besten Weine der vergangenen Jahre lagern, und fanden nach dem kleinen Weinbau-Museum schließlich unser Ziel - das Weinprobenzimmer. Dort wurde es dann gemütlich.

Hier durften wir die edlen Tropfen probieren. Es gab Weißwein, Rosé und Rotwein verschiedenster Jahrgänge. Nach dem zweiten Gläschen wurde auch ein warmes Buffet eröffnet, sodass wir dem Wein eine gute Grundlage schaffen konnten. Die Geister des Weines verwirren einem sonst ziemlich schnell die Sinne. Die Zeit verflog und so verabschiedeten wir uns schon wenig später von unserem Winzer mit einem leicht beschwipsten Ständchen im Kellergewölbe.



Als wir das Haus verließen, wunderten wir uns, es war trocken, aber es duftete herrlich frisch, nach unlängst gefallenem Regen. Da hatten wir aber Glück - oder auch nicht, denn auf dem Weg zum Bahnhof überraschte uns ein Wolkenbruch. Binnen weniger Sekunden schüttete es wie aus Eimern. Wir flüchteten in den nahe gelegenen Unterstand der Bahn. Selbst im kleinsten Wartehäuschen ist Platz für einen Chor !  Wir rückten einfach etwas enger zusammen.

Und was macht ein Chor aus dem Rheinland, der leicht angeheitert im Sommerregen aneinander gekuschelt in einem Unterstand auf den nächsten Zug wartet ?  Richtig, er singt kölsche Lieder. Herrlich unbeschwert sangen wir auch in der Bahn noch weiter, bis wir kurz darauf wieder in Ahrweiler ankamen. Es regnete nicht mehr und so beschlossen wir noch einen kleinen Abstecher in die Altstadt zu machen. Ein wenig durchnässt, aber allerbester Laune liefen wir los.

In der Altstadt angekommen teilten wir uns zunächst in kleinere Gruppen auf. Einige gingen hinüber zum Marktplatz, auf dem neben viel gutem Wein auch Livemusik geboten wurde. Andere ließen sich direkt im nahe gelegenen Biergarten nieder. Aber nichts kann uns lange trennen und so fanden wir bereits nach kurzer Zeit im Biergarten wieder zusammen. Es war ein herrlich warmer Abend. Ein paar Tische von uns entfernt stimmte eine Gruppe Männer ein irisches Volkslied an. Wir sangen fröhlich mit und antworteten spontan mit einem Karnevals-Potpourri.

Ein paar Minuten später gesellte sich der sympathische Männerchor aus den Niederlanden zu uns und wir lachten und feierten und sangen abwechselnd Lieder aus unserem Repertoire, bis der Wirt spät in der Nacht die Sperrstunde verkündete. Adressen wurden getauscht und wir traten gut gelaunt den Rückweg in die Herberge an. Wer weiß, vielleicht entwickelt sich aus diesem Abend ein gemeinsames Chorprojekt oder sogar eine Freundschaft - die ersten Bande sind geknüpft.



Wer feiern kann, der kann auch arbeiten. Trotz leichtem Brummschädel wurde am Sonntag noch einmal konzentriert geprobt, bevor wir um vier Uhr wieder in den Bus nach Lohmar stiegen. Auf der Rückfahrt war es dann aber ganz still. Ein herzliches Dankeschön an Barbara, unsere Chorleiterin, an Uschi Strickrodt, unsere Chorsprecherin, und an Julia Wölken, die die gesamte Fahrt geplant und organisiert haben. Es war ein unvergessliches Wochenende, das uns wahnsinnig viel Spaß gemacht hat.


 

 


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