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Blick von Süden auf den geplanten Brückenneubau - (Planung und Visualisierung : Miebach Ingenieurbüro)

Aggerbrücke Heppenberg abgerissen, Neubau in Vorbereitung

In der ersten August-Woche wurde die Aggerbrücke zwischen Donrath und Sottenbach / Heppenberg endgültig gesperrt. Dies leitete das letzte Kapitel der 1984 errichteten Fußgänger-Querung über die Agger ein - ihren Abriss. In den vergangenen zehn Jahren musste die Holzbrücke schon mehrfach gesperrt werden, zumeist wegen altersbedingter Schäden, die durch diverse statische Verstärkungen kompensiert wurden. Seither finden in kurzen Zeitabständen regelmäßige Kontrollen statt.

Nach der Planung eines Neubaus, dessen Baugenehmigung und der diesbezüglichen Förderzusage waren die Tage der alten Brücke nun gezählt. Sie wurde vergangene Woche abgerissen, indem der Brückenkörper und die Pylone zerteilt und in mehreren Abschnitten mit einem Mobilkran ausgehoben wurden. Dieser operierte von der Freifläche auf der Westseite aus. Noch liegen die sichtlich baufälligen Teile mit ihren rostigen Verbindern am Ufer, die Betonsockel der beiden Pfeiler und der Anrampung stehen noch an ihren angestammten Plätzen.

Der vom Lohmarer Ingenieurbüro Miebach konzipierte Neubau sieht wieder eine Schrägseilbrücke von rund 65 Metern Länge vor (Altbau 68 Meter). Diese wird aber mit nur einem, 18 Meter hohen Pylon und weniger Abspannungen auskommen - ein Zugeständnis an Umweltauflagen, ein Verbesserungs-Gebot im Vergleich mit dem alten Bauwerk. Die denkbare Gefahr eines Anpralls von Vögeln an Aufbauten und Abspannungen wird dadurch verringert.

Der Brückenkörper wird im Gegensatz zum alten Bauwerk nicht geradlinig verlaufen, sondern beschreibt eine Kurvenform. Es handelt sich um eine Mischkonstruktion mit Fundamenten aus Stahlbeton, einem Pylon und Querträgern aus graulackiertem Stahl, einem hölzernen Brückenkörper aus Fichtenholz in Form von Leimbindern mit aufgerauhten Granitplatten als Belag und einem Geländer aus Stahlstäben. Die Rampen zu beiden Seiten sollen nicht asphaltiert, sondern gepflastert werden.

Gelagerte Teile des abgetragenen Brückenkörpers

Den Zuschlag zur Realisierung hat die Firma 'Schmees & Lühn' aus dem niedersächsischen Niederlangen erhalten, die auch die vor kurzem eröffnete neue Brücke bei Honsbach gefertigt hatte. Die Planungen waren mehrfach in öffentlichen Ausschuß-Sitzungen präsentiert und beraten worden. Zusätzlich waren Entwurf und zeitlicher Ablauf der Baumaßnahme interessierten Bürgerinnen und Bürgern Anfang Juli in der Donrather Sporthalle vorgestellt worden. Allerdings waren nur gut 20 Personen gekommen.

Es wird von einer Bauzeit von rund neun Monaten ausgegangen - mit entsprechend langem Wegfall der beliebten Aggerquerung. Für den Fall von Hochwasserlagen, die die Arbeiten behindern könnten, sei ein zeitlicher Puffer eingeplant. Eine gewisse Verkürzung der Bauzeit sei dadurch theoretisch möglich, durch notwendige Abstimmungen mit den am Bau beteiligten Firmen aber schwierig umzusetzen.

Blick von Sottenbach über die nun brückenlose Agger nach Donrath, die Betonfundamente der alten Holzpfeiler stehen noch

Zu Beginn ist Eile geboten, da für den Rückbau der alten Brücke und die Errichtung der Widerlager der künftigen Brücke aus naturschutzrechtlichen Gründen nur ein kurzes Zeitfenster zur Verfügung steht. Diese Arbeiten im direkten Einflussbereich der Agger müssen zwischen Juli und Ende September ausgeführt werden. Ein späterer Abriss war daher nicht möglich. Anderenfalls hätten sich die Arbeiten um ein Jahr verzögert.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme werden mit 2,4 Millionen Euro veranschlagt, wovon die Stadt 70 bis 80 Prozent als Förderung erhält.  Eine von Anwohnern bevorzugte Sanierung der alten Brücke sei nicht wirtschaftlich, alle Metallverbinder seien durchgerostet und müssten aufwendig ersetzt werden. Die als Gegenbeispiel angeführte Instandsetzung der Bücke am Dornheckenweg sei nur durchgeführt worden, weil dort kein Neubau genehmigt worden war.

Infoveranstaltung zum Bückenneubau in der Donrather Sporthalle

Die neue Brücke wird als gemischter Verkehrsweg für den Fußgänger- und Fahrradverkehr ausgelegt. Dadurch bedingt werden auch die Geländer mit 1,30 Meter höher ausfallen als bisher. Wie schon bei der neuen Aggerbrücke zwischen den Ortsteilen Agger und Honsbach, die Ende Juli eröffnet wurde, erhält die neue Querung eine Nutzbreite von 3,50 Metern und barrierefreie Zugänge mit Steigungen von unter sechs Prozent.

Diese aktuellen Anforderungen an Fuß- und Radverkehrsanlagen seien für den Erhalt der Fördermittel zwingend. Daß für die Zuwegung von der Donrather Seite durch die Bestandsgebäude rechts und links des Weges nur drei Meter zur Verfügung stehen, sei dennoch ausreichend. Zuwegungen dürften einen halben Meter schmaler ausgeführt werden als die Nutzbreite der Brücke selbst.

Diese Breite erlaubt - anders als bei der sanierten Brücke am Dornheckenweg - einen Begegnungsverkehr auch von Fahrrädern mit Anhängern. Weil eine geradlinige Anrampung auf der Westseite zu steil wäre, wird der Zugang hier in einem geschwungenen Bogen zum nach Norden verschwenkten Brückenkörper ausgeführt.

Schnitt durch den Aufbau des Brückenkörpers - (Planung und Visualisierung : Miebach Ingenieurbüro)

Für die Anwohner/innen - insbesondere aus Sottenbach, Heppenberg und Pützrath - stellt der neunmonatige Wegfall der Wegeverbindung über die Agger ein Problem dar. Dies betrifft auch den Schulweg zur Donrather Grundschule oder die fußläufige Verbindung zum dortigen Kindergarten. Die eigentlich unweit entfernte Aggerquerung am Dornheckenweg ist aufgrund einer fehlenden Wegeverbindung durch ein Steilufer auf der Westseite der Agger nicht direkt erreichbar.

So bleibt als Alternative nur der deutlich weitere, als Umleitung ausgeschilderte Fuß- und Radweg entlang der Landesstraße 288 bis zum Radweg, der unter der Aggerbrücke hindurch zur Donrather Straße führt. Alternativ kann der L 288 auch bis zur Donrather Kreuzung gefolgt werden. Die notwendigen Querungen der Landstraße sind ampelgeregelt.

Schüler/innen aus Heppenberg / Sottenbach könnten zudem die ohnehin auf der Landesstraße 84 verkehrenden Schulbusse nutzen. Zwei Haltestellen - an der Höhenstraße und auf der L 288 im Bereich Pützrath - stehen dafür zur Verfügung. Der Einsatz von zusätzlichen Bussen sei nicht notwendig.

In Punkto Hochwasserschutz punktet der Brückenneubau. Statt zweier Pylonen entsteht nur einer - wiederum außerhalb des eigentlichen Flussbettes. Auch der Brückenkörper weist eine etwas größer dimensionierte lichte Höhe als der Vorgängerbau aus. An den äußersten Enden der Brücke ist ein Freibord von einem Meter über der Linie eines 100-jährigen Hochwassers (HQ100) berücksichtigt. Die gewundene Rampe auf der Westseite könne zudem durch zwei Hochwasser-Durchlässe durchflutet werden. Dies alles verringert die Gefahr eines Aufstauens der Agger durch mitgeführtes Treibgut.

Anwohner/innen befürchten, daß die von zuvor 1,50 Meter auf zukünftig 3,50 Meter erweiterte Nutzbreite der Brücke eine "Rennbahn" für Mofa- und Motorradfahrer werden könnte. Tatsächlich wurde auch die alte Brücke oftmals von solchen Zweirädern befahren - aufgrund der geringen Breite nicht ungefährlich für Fußgänger, die sich zeitgleich auf der Brücke befanden. Auch das zuletzt ausgeschilderte Verbot der Benutzung mit Fahrrädern und die Begrenzung auf drei Personen wurde vielfach ignoriert.

Für Unverständnis sorgte der Hinweis, daß die Wegeverbindung über die Brücke nicht beleuchtet werden soll, auch nicht bei Bedarf mittels Bewegungsmeldern. Eine Beleuchtung sei aus arten- und naturschutzrechtlicher Sicht nicht akzeptiert, sondern untersagt worden. Fische könnten irritiert werden. Ein zweiter Leuchtkopf an einer vorhandenen Laterne an der Sottenbacher Straße soll aber ergänzt werden. Leerrohre zur Möglichkeit der späteren Ergänzung einer Beleuchtung durch auf den Brückenbelag gerichtete LED-Spots im Handlauf seien vorsorglich vorgesehen. (cs)
 

19. August 2026

Planzeichnung (Aufsicht) - (Planung und Zeichnung : Miebach Ingenieurbüro)
Blick von Sottenbach in Richtung Donrath - (Planung und Visualisierung : Miebach Ingenieurbüro)
Die geplante Brücke in der Vogelperspektive, links Sottenbach, rechts Donrath - (Planung und Visualisierung : Miebach Ingenieurbüro)
Die geplante Brücke in der Vogelperspektive, links Donrath, rechts die gewundene Rampe von der Sottenbacher Straße aus - (Planung und Visualisierung : Miebach Ingenieurbüro)

Ältere Meldungen und Berichte zum Thema :

Neuigkeiten zur Aggerbrücke zwischen Donrath und Heppenberg

09.06.2025 :  Noch ungewiss ist dagegen der Zeitraum, wann mit dem Ersatz-Neubau der Fußgänger-Hängebrücke zwischen Donrath und Sottenbach / Heppenberg begonnen werden kann. Nachdem der zugehörige Bebauungsplan Anfang April in Kraft getreten war und das Amt für Umwelt und Naturschutz des Kreises Ende März die notwendige Befreiung von Festsetzungen des Landschaftsplans erteilt hatte, sollten die Arbeiten zeitnah ausgeführt werden.

Noch im Mai sollten die Ausschreibungen für den Brückenabriss und -neubau erfolgen, spätestens im August die Bauausführung beginnen, damit die wichtige Wegeverbindung im April 2026 nach acht Monaten Bauzeit wiederhergestellt wäre. Auch hier hatte die Stadtverwaltung schon 2024 Fördermittel und vor kurzem einen förderunschädlichen vorzeitigen Maßnahmenbeginn beantragt. Allerdings verhindert die noch fehlende Förderzusage diesen ambitionierten Zeitplan. Ein eigenmächtiger Baubeginn würde den 75-prozentigen Zuschuss gefährden.

Die Förderung sei derzeit nur in Aussicht gestellt, war in der Sitzung des Ausschusses für Bauen und Verkehr zu erfahren. So hofft man für das laufende Jahr auf etwaige Restmittel im Fördertopf, sonst muss der Baubeginn auf das kommende Jahr verschoben werden. Immerhin ist die Bestandsbrücke - anders als diejenige bei Honsbach - noch eingeschränkt nutzbar.

 

Routinemäßige Überprüfung der Hängebrücke in Donrath

08.07.2024 :  Der genaue Zeitpunkt der Realisierung der geplanten neuen Fußgänger-Hängebrücke zwischen Donrath und Sottenbach / Heppenberg ist noch nicht bekannt. Bis zu diesem Termin wird die bestehende Brücke, deren Belastung mittels Schildern auf fünf Personen gleichzeitig beschränkt wurde, regelmäßig in kurzen Abständen gewartet und bei Bedarf verstärkt - wie zuletzt im Bereich des Bodenbelags. In der vergangenen Woche erfolgten die jüngsten Arbeiten, die mit einem Hebebühnen-Fahrzeug mit 75 Meter Reichweite ausgeführt wurden. (cs)

 

Neue Nutzungsregel für Hängebrücke Donrath / Heppenberg

22.02.2022 :  Aufgrund der Sanierungsbedürftigkeit der hölzernen Hängebrücke über die Agger zwischen der Donrather Straße und der Sottenbacher Straße finden in kurzen Abständen Prüfungen der Statik statt, bis die Brücke durch einen bereits in Planung befindlichen Neubau ersetzt wird.

Gemäß dem jüngsten Prüfbericht schränkt das städtische Tiefbauamt die Nutzung der beliebten Fußgänger- und Radwege-Verbindung nun ein. Fortan sei darauf zu achten, daß die Brücke nur noch von maximal fünf Personen gleichzeitig - mit oder ohne Fahrrad - genutzt werden darf. Eine entsprechende Beschilderung wurde vorgenommen. Mit motorbetriebenen Zweirädern darf die Brücke generell nicht befahren werden. (cs)

19.12.2022 :  Eine Information des städtischen Tiefbauamtes :  Wie am 17. November angekündigt, sind an der Fußgängerbrücke in Heppenberg das Brückengeländer umzubauen und die Konstruktion unter dem Brückenbelag stellenweise zu verstärken. Der Umbau des Geländers ist zwischenzeitlich durchgeführt worden.

Im nächsten Schritt erfolgt die Verstärkung der Brückenkonstruktion. Hierfür ist eine zeitweise Sperrung der Brücke erforderlich. Um die Hindernisse für den Berufsverkehr und auf dem Schulweg so gering wie möglich zu halten, werden diese Arbeiten während der Schulferien in der ersten Januarwoche 2023 durchgeführt.

Hintergrund :  Die Stadt Lohmar ist verpflichtet, an ihren Brücken regelmäßig Bauwerksprüfungen durchführen zu lassen um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Bei der Prüfung der Brücke in Heppenberg wurden Schäden festgestellt. Diese müssen behoben werden, damit die Brücke bis zum geplanten Ersatzneubau weiterhin genutzt werden kann. Die Stadtverwaltung bedankt sich für das Verständnis und ist bestrebt, die Beeinträchtigungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

 

Hängebrücke in Donrath ist nach Unwetterschaden reparabel

(Foto : Frank Trimborn)

22.07.2021 :  Im Verlauf des Hochwassers der Agger am vergangenen Mittwoch (14.07.) wurde die Fußgänger-Hängebrücke zwischen Donrath und Heppenberg von einem Baum beschädigt, der in der Nähe umgestürzt war (wir berichteten). Der Stamm wurde gegen das hölzerne Geländer getrieben und durchbrach es. Dabei wurden mehrere Bauteile der Brücke zerstört. Um Folgeschäden durch den verkeilten Stamm zu vermeiden, wurde der Baum noch am gleichen Abend - bevor das Wasser weiter anstieg - zerkleinert.

Aus Sicherheitsgründen wurde die Brücke sogleich zur Nutzung gesperrt. Wie die Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilt, wurde die Brücke zwischenzeitlich auf die entstandenen Schäden kontrolliert. Bezüglich der Statik seien keine neuen Beeinträchtigungen aufgetreten, weshalb das Bauwerk nach einer Instandsetzung wieder freigegeben werden könne. Eine Schreinerei sei bereits beauftragt, die aufgetretenen Schäden zu beseitigen. Dies werde vor dem Ende der Sommerferien erfolgen, so Beigeordneter Andreas Behncke. (cs)
Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterausführlicher Bericht

 

Fußgängerbrücke Donrath / Heppenberg kurzzeitig gesperrt

Die Aggerbrücke zwischen Donrath und Heppenberg - (Archivfoto)

16.12.2019 :  Seit der vergangenen Woche wird die zwischen Donrath und Heppenberg über die Agger verlaufende Fußgängerbrücke instandgesetzt. Die überwiegend aus Holz gefertigte Hängebrücke war zuvor Mitte August kurzzeitig gesperrt worden, weil ein Prüfzeitraum überschritten worden war. Eine Begutachtung zeigte deutliche Baumängel auf, die einer zeitweisen Wiederfreigabe bis zu einer Überarbeitung aber nicht im Wege standen ( Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterwir berichteten ).

Mit den aktuellen Reparaturarbeiten soll die Lebensdauer der Brücke um wenige Jahre verlängert werden, bevor sie durch einen kompletten Neubau ersetzt wird. Zum Abschluß der derzeitigen Arbeiten muß die Brücke jedoch nochmals für wenige Stunden gesperrt werden. Daher ist eine Passage am morgigen Dienstag (17.06.) zwischen 8.30 Uhr und 14 Uhr nicht möglich. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis für die Beeinträchtigung. (cs)

 

Hängebrücke über die Agger zunächst wieder freigegeben

23.08.2019 :  Die in der vergangenen Woche kurzfristig gesperrte Fußgängerbrücke zwischen Donrath und Heppenberg wurde heute wieder zur Benutzung freigegeben. Nachdem die Stadt zunächst eine "Einsturzgefahr" ausgewiesen hatte, scheint die zwischenzeitlich durchgeführte Sichtprüfung keine akute Gefahr ergeben zu haben. Die Stadtverwaltung hatte den Zeitpunkt der regelmäßigen bautechnischen Überprüfung deutlich verstreichen lassen und daher die sofortige Sperrung angeordnet.

Die Wiederfreigabe der Brücke bedeutet aber nicht, daß diese nun dauerhaft begehbar bleibt. Auch wenn derzeit keine Gefahr bei der Benutzung besteht, bleibt das grundlegende Problem bestehen :  Die verstärkenden Querstreben sowie die Metallplatten und -auflagen, die die Brückenteile verbinden, weisen eine starke Korrosion auf. Weil der Zustand der Bausubstanz schon länger bekannt ist, wurden im städtischen Doppelhaushalt 2019/2020 insgesamt 250.000 Euro für eine Sanierung oder auch eine wahrscheinlichere Kompletterneuerung der Brücke eingeplant. Umfangreiche Baumaßnahmen scheinen in näherer Zukunft also unausweichlich. (cs)

 

Korrosion am Unterbau führte zu Sperrung der Aggerbrücke

Die Anfang der 80er-Jahre errichtete Hängebrücke zwischen Donrath und Heppenberg

20.08.2019 :  Am Morgen des vergangenen Freitags (16.08.) wurde die in Heppenberg wie auch im Westen Donraths gleichermaßen geschätzte Fußgänger-Hängebrücke über die Agger gesperrt ( Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterwir berichteten ). Seitens der Stadtverwaltung gab es, so ergaben Nachfragen, keinerlei Information der betroffenen Anwohner, der politischen Vertreter oder der Presse. Auch auf der städtischen Website oder auf von der Verwaltung sporadisch bespielten Profilen in den "Sozialen Medien" war das Thema bis zum heutigen Dienstagmorgen nicht präsent.

Der Unmut über die unangekündigte Sperrung war offenbar so groß, daß die Absperrbänder und aufgestellten Bauzäune am Wochenende von Nutzern der Brücke geöffnet wurden. Aus diesem Grund wurden die Absperrungen am gestrigen Montag seitens des städtischen Bauhofs erneuert und zur Erschwerung eines wiederholten Entfernens mit Metallbändern fixiert. Die bisherigen Schilder "Betreten verboten, Einsturzgefahr" wurden gegen solche mit dem abgemilderten Inhalt "Aufgrund von Prüfungsarbeiten gesperrt" ersetzt. (cs)
Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterausführlicher Bericht

 

Hängebrücke zwischen Donrath und Heppenberg gesperrt

(Foto : privat)

16.08.2019 :  Nach einer Information von Anwohnern wurde die zwischen Donrath und Heppenberg über die Agger führende Fußgängerbrücke heute morgen gegen 8 Uhr für die Benutzung gesperrt. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs haben an den beidseitigen Zugängen Bauzäune vor der überwiegend aus Holz gefertigten Hängebrücke aufgestellt. Hinweisschilder weisen auf eine Einsturzgefahr des Bauwerks hin. Anwohner seien vorab nicht informiert worden.

Das Tiefbauamt der Stadtverwaltung bestätigte die Sperrung auf Anfrage. Demnach bestehen Mängel am Bauwerk, so daß eine weitere Benutzung aus Gründen der Verkehrssicherheit untersagt werden mußte. Es soll in der Vergangenheit ein Gutachten zum Zustand der Brücke angefertigt worden sein, das die Maßnahme ausgelöst haben soll. Die genauen Gründe für die Absperrung konnten vor dem Wochenende nicht mehr in Erfahrung gebracht werden. Daher liegen auch keine Informationen über die Dauer der Sperrung oder weitere Maßnahmen vor.

Mit der Sperrung ist die fußläufige Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen unterbrochen. Die Brücke bindet die Wohngebiete westlich der Agger an Donrath an und dient auch als Schulweg. Ohne die Brücke muß ein Umweg über den Geh- und Radweg entlang der Landesstraße 288 genommen werden, wobei aber eine zweimalige (ampelgesicherte) Überquerung der Landstraße notwendig ist. Die zweite Fußgängerbrücke im Norden Donraths stellt keine Alternative dar, da von dort keine direkte Wegeverbindung nach Heppenberg besteht. (cs)
Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterausführlicher Bericht

 

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