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- Personenfahndung nach dem flüchtigen Autofahrer aus der Luft
Verfolgungsfahrt über schmale Waldwege an Sülz und Agger
Vielen Bewohnern/innen im Süden Lohmars wird nicht entgangen sein, daß am heutigen Nachmittag gegen 15 Uhr ein Hubschrauber seine Runden über dem Gebiet drehte. Schwerpunkt war der Bereich der Agger im Hauptort. Es handelte sich um einen Hubschrauber der Polizei, nach dem Funkrufnamen auch "Hummel" genannt. Grund des Einsatzes war die Suche nach einem flüchtigen Autofahrer.
Im Rheinisch-Bergischen Kreis hatte der Vorfall seinen Ausgang genommen. Dort war Polizeibeamten ein PKW aufgefallen, dessen Kennzeichen aus dem Westerwald als entwendet registriert waren. Einer Kontrolle entzog sich der allein im Fahrzeug befindliche Mann durch Flucht. Diese führte über die Sülztalstraße (L 288) auf Lohmarer Stadtgebiet. Um 13.28 Uhr wurde die Polizei des Rhein-Sieg-Kreises einbezogen.
Der Flüchtende steuerte den Audi-Kombi auf die Landesstraße 84 in Richtung Altenrath, um nach der Brücke über die Autobahn nach links in die zum Troisdorfer Stadtgebiet gehörende Sülzbachstraße abzubiegen. Er nutzte jedoch nicht die dortige Behelfsauffahrt zur BAB 3, sondern steuerte geradeaus in die Sackgasse. Ungeachtet dessen setzte er seine Fahrt auf einem Waldweg am Ufer der Sülz, dann der Agger fort, gefolgt von mindestens einer Zivilstreife und einem Streifenwagen.

- Polizei und Feuerwehr auf dem Waldweg entlang der Agger
Der Audi und die Zivilstreife befuhren den für Fahrzeuge eigentlich zu schmalen Weg, während der Kleinbus der Polizei mitten im Wald zu wenden versuchte. An der Kreisstraße 20 zwischen Lohmar und Altenrath angekommen, versperrte eine verschlossene Schranke den Weg. Auch dies konnte den Flüchtenden nicht stoppen. Er fuhr gegen das Hindernis und schlüpfte unter der sich nach oben verbiegenden Schranke hindurch. Die Zivilstreife wurde von der weiterhin verschlossenen Barriere aufgehalten.

- Unter dieser dadurch verformten Schranke schlüpfte der Audi hindurch
Der Audi kreuzte die Kreisstraße 20, glücklicherweise ohne einen Unfall zu verursachen. Weiter ging es auf den gegenüberliegenden Waldweg, der - zunächst am Aggerufer entlang - nach Troisdorf führt. Nicht die erheblichen Schäden an der Frontscheibe und den Dachstreben des Audi, sondern ein anderer Umstand ließ die Fahrt dann nach knapp einem Kilometer im Wald enden.

- Der Fahrer verließ den Audi im Wald zwischen Lohmar und Troisdorf

- Der Aufprall auf die Schranke ließ deutliche Spuren an Scheibe, A-Säulen und Dach zurück
Irgendwo auf dem ersten Waldweg zwischen dem Sülztal und der K 20 hatte das Fahrzeug offenbar aufgesetzt, wobei die Ölwanne oder die Ölablass-Schraube beschädigt wurde. Auf den Waldwegen blieb eine breite Ölspur zurück. Vermutlich lief der Motor allmählich trocken und versagte seinen Dienst. Folglich trat der Autofahrer die Flucht zu Fuß an. Kurz später erreichten Polizeikräfte das verlassene Fahrzeug.
Zahlreiche Polizeistreifen fahndeten nach dem Flüchtigen. Dabei wurden sie von einem Hundeführer mit seinem Diensthund und dem bereits erwähnten Polizeihubschrauber unterstützt. Die Suche verlief aber ohne den erhofften Erfolg, der Flüchtige konnte nicht aufgegriffen werden. Wie zu erfahren war, liegt auch nur eine sehr grobe Beschreibung des Mannes vor.

- Die breite Ölspur auf dem Waldweg, hier in Höhe des Pegelhauses der Agger nahe der K 20
Währenddessen war die Freiwillige Feuerwehr auf die Kreisstraße 20 gerufen worden. Es galt, die breite Ölspur, die der Audi quer über die Fahrbahn hinterlassen hatte, abzustreuen und abzustumpfen. Dafür musste die K 20 zeitweise gesperrt werden. Auf welche Weise die Ölverunreinigung auf dem Erdreich oder Schotter der Waldwege, teils auch auf einer Grasnarbe, entfernt wird, ist nicht bekannt.
Die Polizei ließ den ramponierten PKW zwecks eine Spurensicherung aus dem Wald abtransportieren und sicherstellen. Ermittlungen zum Hintergrund des Fahrzeugs, der Nummernschilder und des noch unbekannten Mannes wurden aufgenommen. (cs)

- Die Freiwillige Feuerwehr sperrte die Kreisstraße 20 zur Bekämpfung der quer verlaufenden Ölspur

- Die unterquerte Schranke und die Ölspur im Wald, auf dem Asphalt im Vordergrund bereits abgestreut

- Der zurückgelassene Audi wurde im Auftrag der Polizei zur Spurensicherung abtransportiert





