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Vor neun Jahren wurde der Zebrastreifen an der Landesstraße 84 in Scheid eingerichtet

Zebrasteifen über die L 84 in Scheid droht der Rückbau

Jahrelang dauerten die Bemühungen von Politik und Stadtverwaltung an, in der Ortslage Scheid eine gesicherte Querungsmöglichkeit für Fußgänger/innen über die Landesstraße 84 zu schaffen. Realisiert werden konnte der von Bewohnerinnen und Bewohnern langersehnte Zebrastreifen schließlich im Jahre 2017. Um die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, war das zuvor nur mit grünen "Ortshinweistafeln" gekennzeichnete Scheid mit gelben Ortstafeln zur geschlossenen Ortschaft erklärt worden.

Nun droht diese Verbesserung für Fußgänger/innen durch einen Rückbau des Zebrastreifens wieder zurückgenommen zu werden. Schon nach den baulichen Änderungen 2017 sei die Stadtverwaltung vom Rhein-Sieg-Kreis aufgefordert worden, den Überweg wieder zu entfernen, war dem aber nicht nachgekommen.

Aktueller Auslöser der Vorgänge sei die Beschwerde einer Anwohnerin bei der Kreispolizeibehörde gewesen. Sie hatte bemängelt, daß der Zebrastreifen und somit der Vorrang für Fußgänger/innen teils nicht beachtet würde, wodurch es zu Gefährdungs-Situationen komme. Dies trifft allerdings für eine Vielzahl von Zebrastreifen unabhängig von ihrer Lage zu, ohne daß deren grundsätzliche Sinnhaftigkeit in Frage gestellt wird.

Eine durch die Beschwerde initiierte neuerliche Prüfung habe aber ergeben, daß der Fußgängerüberweg seinerzeit nicht rechtmäßig angeordnet worden sei. So fehle etwa die - damals schon erforderliche - barrierefreie Ausführung des Überwegs durch Absenkungen der Bordsteinkanten und taktile Leitelemente für Personen mit Mobilitäts- oder Seh-Einschränkungen.

Der Überweg über die hier Scheider Straße bezeichnete Landesstraße 84 verläuft zwischen den Einmündungen des Ährenweg und der Straße 'Kirchenberg', somit gefühlt in Ortsmitte im Bereich der Bushaltestellen des Siedlungsbereiches und den vielgenutzten Vereins-Räumlichkeiten der Dorfgemeinschaft. Weil er dabei aber über eine Busspur neben der Fahrbahn und einen "Parkplatz" führt, würde ein "inoffizieller Gehweg" genutzt, so die Bewertung.

Die Stadtverwaltung informierte den zuständigen Ausschuss für Verkehr und Mobilität diese Woche darüber, der Forderung des Kreises aufgrund der Rechtslage nachkommen zu wollen und den seit neun Jahren bestehenden Überweg zurückzubauen. Als Ersatz werde die Möglichkeit einer Fußgänger-Bedarfsampel "an leicht versetzter Stelle" als rechtssichere und langfristig tragfähige Lösung geprüft und mit den übergeordneten Behörden abgestimmt.

Der Ausschuss bewertete die Situation anders. So wurde einem Zebrastreifen ein Vorzug vor einer Bedarfsampel gegeben. Eine solche Ampel, die nur sporadisch genutzt werde, könne ebenfalls leicht übersehen werden und somit in Einzelfällen unbeachtet bleiben. "Solange nicht absolut sicher" sei, daß der Zebrastreifen durch eine Bedarfsampel ersetzt werde, dürfe kein Rückbau erfolgen. Stattdessen solle die Sichtbarkeit des derzeitigen Überwegs durch vorgeschaltete gelbe Blinkleuchten erhöht werden.

Um dem Argument der nicht vorhandenen Barrierefreiheit zu begegnen, soll zudem ein erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehener Umbau der beiden Bushaltestellen in Scheid vorgezogen werden. In diesem Zusammenhang könne auch der angrenzende Zebrastreifen barrierefrei ausgestaltet werden. Der Überweg solle erhalten bleiben, so das einstimmige Votum des Ausschusses, auch wenn die Stadtverwaltung dafür in Konflikt mit anderen Behörden gehen müsse. (cs)
 

Ältere Meldungen zum Thema :

Fußgänger haben Vorrang beim Queren der L 84 in Scheid

23.04.2017 :  Zeitnah nach der Errichtung der Bogenmasten zur Aufnahme der beleuchteten Hinweisschilder (wir berichteten) wurde nun auch der langersehnte Zebrastreifen aufgebracht, der Fußgängern beim Queren der Scheider Straße (Landesstraße 84) im gleichnamigen Ortsteil den Vorrang vor dem Durchgangsverkehr einräumt. Letzterer sollte nun besonders auf die innerörtliche Geschwindigkeits-Beschränkung achten, da der gesicherte Überweg von Süden kommend fast unmittelbar am Ortseingang, von Norden kommend ausgangs einer Kurve hinter einer Kuppe liegt. (cs)

 

Fertigstellung des Zebrastreifens in Scheid steht bevor

10.04.2017 :  Die langjährigen Bemühungen zur Einrichtung eines Zebrastreifens an der Scheider Straße (L 84) im Ortsteil Scheid (wir berichteten mehrmals) haben einen ersten nun auch sichtbaren Erfolg nach sich gezogen. Zwar fehlen die ersehnten weißen Markierungen auf der Fahrbahn noch, doch wurden Ende vergangener Woche die Masten zur Aufnahme der beleuchteten Zebrastreifen-Hinweisschilder errichtet und mit den zugehörigen Leuchtkästen ausgestattet. Die Fertigstellung des gesicherten Überwegs für Fußgänger zwischen den Dorfteilen beidseits der Durchgangsstraße dürfte also nicht mehr lange auf sich warten lassen. (cs)

 

Ortsteil Scheid als geschlossene Ortschaft ausgeschildert

vorher
nachher

01.03.2016 :  Schon seit Jahren bemühten sich Anwohner, Politik und Stadtverwaltung, eine für Fußgänger sichere Querungsmöglichkeit der Landesstraße 84 im Bereich der Ortschaft Scheid zu realisieren. Der gewünschte Zebrastreifen war allerdings bislang nicht realisierbar, weil dessen Einrichtung nur innerhalb geschlossener Ortschaften zulässig ist. Aus diesem Grund war beschlossen worden, den Status einer geschlossenen Ortschaft für Scheid anzuordnen (wir berichteten). Dabei handelte die Stadt durchaus gegen den Widerstand des für die Landesstraße zuständigen 'Landesbetrieb Straßen NRW', der im Falle von Scheid laut Stadtverwaltung keine Notwendigkeit für eine geschlossene Ortschaft sah.

Nun wurde die geplante Maßnahme umgesetzt, der städtische Bauhof hat im Februar an beiden Ortseingängen von Scheid die gelben Ortsschilder aufgestellt, die die bisherigen grünen Langschilder ersetzen, welche Scheid lediglich als Weiler auswiesen. Damit wurde die Möglichkeit geschaffen, in einem zweiten Schritt einen Zebrastreifen einzurichten. Dieser dürfte im näheren Umfeld des Dorfhauses angeordnet werden. Weil sich in diesem Bereich auch die Bushaltestellen befinden, gibt es hier die meisten Querungen von Fußgängern. Eine konkrete Planung für die Baumaßnahme gibt es noch nicht.

Auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Bereich von Scheid hat die Ausweisung der geschlossenen Ortschaft übrigens keinen Einfluß. Im Bereich der Ortsdurchfahrt war zuvor schon eine Beschränkung auf 50 Stundenkilometer angeordnet und ausgeschildert. (cs)

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Verwaltung bemüht sich weiter um Zebrastreifen in Scheid

24.05.2015 :  Ein Fußgängerüberweg auf der Landesstraße 84 in der Ortslage Scheid ist schon länger Wunsch sowohl der Anlieger als auch von Politik und Stadtverwaltung. Die Einrichtung eines Zebrastreifens scheiterte bislang jedoch am 'Landesbetrieb Straßenbau NRW', der solche Einrichtungen außerhalb geschlossener Ortschaften mit Verweis auf die Straßenverkehrsordnung ablehnt. Folgerichtig hat die Verwaltung gegenüber dem Land den Status einer geschlossenen Ortschaft für Scheid angeordnet. Dafür aber sehe der Landesbetrieb keine Notwendigkeit, wurde in der Sitzung des Ausschusses für Bauen und Verkehr berichtet.

Wie Beigeordneter Michael Hildebrand erläuterte, müsse dafür optisch eine geschlossene Ortschaft erkennbar sein. So ist zum Beispiel eine Bebauung auf beiden Seiten der Durchgangsstraße notwendig - das ist in Scheid klar der Fall. Auch die Einwohnerzahl sei von Bedeutung. Interessant dabei ist, daß für die beiden deutlich kleineren Siedlungen Oberscheid (ebenfalls an der L 84) und Kern (an der K 34) der Status einer geschlossenen Ortschaft (mit gelbem Ortsschild) durchgesetzt werden konnte, während Scheid nur sogenannte Ortshinweistafeln (grüne Schilder) besitzt. Auch vor diesem Hintergrund will die Verwaltung das Anliegen vorantreiben, um rechtlich einen Zebrastreifen ermöglichen zu können. (cs)

Nicht nur Fußgänger kreuzen in Scheid regelmäßig die Fahrbahn

 

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22. Mai 2026


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