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In dieser Stichstraße der Altenrather Straße konnte der Autofahrer gestellt werden

Polizei beendete Verfolgungsfahrt in Lohmarer Wohngebiet

Filmreife Szenen spielten sich heute nachmittag im Wohngebiet um die Altenrather Straße in Lohmar-Nord ab. Gegen 14.10 Uhr war ein 'VW Polo' durch die Wohnstraßen gerast, gefolgt von einer ganzen Flotte Streifenwagen. Als das flüchtende Fahrzeug am Ende der Jahnstraße angekommen war, blieb nur der Rückweg über die Altenrather Straße. Dort bog der Autofahrer nach links in die erste Querstraße ab - offenbar in Unkenntnis, daß es sich um eine Sackgasse handelt.

Der Mann wendete den Kleinwagen und versuchte sich durch eine - laut Polizei zu kleine - Lücke zwischen dem ersten der eintreffenden Streifenwagen und einer Garagenzeile aus der ausweglosen Lage zu befreien. Dabei kollidierte der 'VW Polo' sowohl mit dem Streifenwagen, als auch mit den Garagen. Ob auch das Polizeifahrzeug aus Rheinland-Pfalz noch in Bewegung war und den VW somit leicht rammte, ist noch unklar.

Das Geschehen nahm seinen Ausgang in rheinland-pfälzischen Windhagen, wo der "polizeibekannte" Autofahrer wegen eines Verkehrsdeliktes um 13.53 Uhr aufgefallen war und sich einer Polizeikontrolle durch Flucht entzog. Festgestellt wurde auch, daß das polnische Kennzeichen nicht zu dem Kleinwagen gehörte. Zwei Streifenwagen aus Rheinland-Pfalz nahmen die Verfolgung auf, die über Hallerbach und Rederscheid nach Nordrhein-Westfalen führte. Über Bad Honnef-Rottbitze, Himberg und Aegidienberg ging es in Richtung Oberpleis weiter.

Dort wechselte der 24-Jährige, der allein im Fahrzeug unterwegs war, auf die Autobahn 3 in Richtung Norden. Diese verließ er an der Anschlußstelle Lohmar. Zwischenzeitlich waren zusätzlich sechs Streifenwagen der für das Siebengebirge zuständigen Bonner Polizei und der Kreispolizei in die Verfolgung eingebunden, die auch noch in Lohmar hinter dem Flüchtenden her waren.

Für die Fahrt über die rund 33 Kilometer lange Strecke von der Entdeckung in Windhagen bis zum Unfall in Lohmar vergingen nach Angaben der Polizei nur 17 Minuten. Der Routenplaner weist für die Strecke dagegen eine Fahrtzeit von rund 35 Minuten aus. Möglich war dies, weil der Flüchtende laut Polizei teilweise mit 180 Stundenkilometern unterwegs war, ausdrücklich auch außerhalb der Autobahn !

Bei dem Zusammenstoß der Fahrzeuge in Lohmar wurde der 24-Jährige, bei dem es sich um einen Hennefer handeln soll, am Kopf verletzt und im Anschluß vom Rettungsdienst versorgt. Auch die drei Insassen des Streifenwagens aus Rheinland-Pfalz trugen leichte Verletzungen davon, sie konnten ebenfalls vor Ort behandelt werden. Zur Unfallaufnahme wurde ein spezialisiertes Team der Polizei Köln angefordert, die das Unfallszenario unter anderem mit einer Drohne dokumentierte.

Der 24-Jährige muss sich nun mit Anklagen wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, des Kennzeichen-Mißbrauchs und eines illegalen Autorennens auseinandersetzen. Mangels Haftgründen wurde er nach der Unfallaufnahme auf freien Fuß gesetzt. Man muss von Glück sprechen, daß es bei der Raserei quer durch das Kreisgebiet - insbesondere durch die Ortslagen - zu keiner Katastrophe gekommen ist. (cs)
 

17. Dezember 2025


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