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Am gestrigen Abend gegen 19.50 Uhr ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall auf dem Autostraßen-Abschnitt der Bundesstraße 56 zwischen der Bundesstraße 484 und Siegburg-Stallberg, an der die Lohmarer Stadtgrenze verläuft. Der 43-jährige Fahrer eines Mietwagens, der für den Anbieter 'Uber' unterwegs war, hatte bei der Fahrt in Richtung Seelscheid in Höhe der Ortslage Stallberg auf dem Seitenstreifen angehalten. Grund war laut Polizei die Klage seiner 23-jährigen Fahrgästin über aufkommende Übelkeit, woraufhin diese ausstieg.
Nachdem die Siegburgerin sich besser fühlte und wieder eingestiegen war, wollte der 43-jährige Kölner die Fahrt fortsetzen. Noch bevor das Fahrzeug sich wieder in Bewegung gesetzt hatte, wurde es von einem 'Opel Corsa', der in die gleiche Richtung unterwegs war, am Heck gerammt und mehrere Meter nach vorne gestoßen. Der von einer 27-jährigen Siegburgerin gesteuerte Kleinwagen, dessen rechtes Vorderrad abgerissen wurde, schleuderte herum und kam quer auf der Gegenspur zum Stehen, ohne weitere Verkehrsteilnehmer/innen zu involvieren.
Laut Polizei gab die Unfallverursacherin, die alleine unterwegs war, später an, ein medizinisches Problem gehabt zu haben, weshalb sie ihr Fahrzeug auf den Seitenstreifen lenken wollte. Warum sie dabei den stehenden Kompaktvan übersehen hatte, ist unklar. An das eigentliche Unfallgeschehen habe sie sich nicht erinnern können. Alle drei Insassen der beiden beteiligten Fahrzeuge trugen bei dem Unfall schwere Verletzungen davon, die nach ersten Erkenntnissen als nicht lebensbedrohlich bewertet wurden.
Die Siegburger Feuerwehr war ursprünglich mit dem Stichwort einer eingeklemmten Person alarmiert worden. Dies erwies sich jedoch als unzutreffend. Die Verletzten wurden von einem Notarzt und den Besatzungen dreier Rettungswagen versorgt und zu Krankenhäusern gebracht. Insgesamt waren 29 Rettungskräfte im Einsatz, die mit mehr als einem Dutzend Fahrzeugen angerückt waren.
Der Verkehr auf der B 56 wurde von der Polizei an der Anschlußstelle Lohmar sowie an der Einmündung der Zeithstraße bei Stallberg abgeleitet. Erst nach Abschluss der polizeilichen Dokumentation der Spurenlage und dem Abtransport der beiden Fahrzeuge konnte die voll gesperrte B 56 gegen 22.20 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden von geschätzt 20.000 Euro, so die Polizei. Diese beschlagnahmte den Führerschein der Unfallverursacherin. Auch deren Mobiltelefon wurde sichergestellt. Diese Maßnahme dient in der Regel dazu, eine eventuelle Benutzung während der Fahrt überprüfen zu können. (cs)










