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Der Weg entlang des Jabachs vor der Baumaßnahme - (Archivfoto)

Neuer Radweg am Jabach im 'RSB-Gebiet' vor Fertigstellung

Eine Länge von insgesamt 830 Metern umfasst der bislang mit einer wassergebundenen Decke ausgestattete Geh- und Radweg durch das Wohngebiet am Jabach im Norden von Lohmar-Ort, das auch als "RSB-Gebiet" bekannt ist. Er reicht von der Hauptstraße, von wo aus er nördlich der Parkstraße über einen Durchstich erreichbar ist, entlang des Jabachs bis zur Zuwegung der Kleingartenanlage im Norden der Straße 'Im Pesch'. Von dort besteht durch die Unterführung der Autobahnauffahrt ein Anschluß an den Radweg der Landesstraße 288 nach Rösrath und zur Donrather Kreuzung.

Blick von der Straße 'Zur Jabachbrücke' auf den früheren Zustand des Weges - (Archivfoto)

Die Arbeiten zum Ausbau des Geh- und Radwegs in Asphaltbauweise begannen Mitte Dezember 2021 mit dem Auskoffern des Untergrundes, um einen tragfähigen Unterbau einzubringen. Bei diesen Arbeiten wurde der Weg, der bislang im Schnitt rund zwei Meter breit war, auf eine durchgängige Breite von drei Metern aufgeweitet, um zukünftig einen gefahrlosen Gegenverkehr von Fußgängern und / oder Zweiradfahrern zu ermöglichen. Weiterhin war eine Ergänzung der zuvor nur stellenweisen Beleuchtung vorgesehen.

Auf drei Meter Breite wurde der Weg ausgekoffert und neu aufgebaut

Im Verlauf des Ausbaus, der nach den Vorplanungen rund vier Monate in Anspruch nehmen soll, gab es Auffälligkeiten. So war einer der neuen Laternen-Standorte so vorgesehen, daß er die Zufahrt zu einer angrenzenden Hauseinfahrt behindert hätte. Durch eine Umplanung und Verlegung des Mast-Standortes um zwei Meter konnte dieses Problem behoben werden. Ein anderes fiel offenbar erst nachträglich auf. So wurde der just fertiggestellte Unterbau mit rosa Sprühmarkierungen versehen. Sie gaben die Lage eines später nachträglich eingebrachten Leerrohres an, wofür die Trasse erneut aufgebaggert werden mußte.

Nachdem der Unterbau des Weges gerade hergestellt war, wurde er wieder aufgerissen, um Leerrohre (links) zu verlegen

Nach dem Asphaltieren der Deckschichten zeigen sich weitere Punkte, die Aufmerksamkeit verdienen. So wurde eine Laterne so weit in Richtung Wegmitte plaziert, daß Fahrradfahrer/innen sich hier besonders vorausschauend bewegen sollten. Anwohner/innen beklagen zudem, daß die Asphaltdecke nicht bis zu den Randsteinen der Grundstücks-Einfriedungen verlegt wurde, sondern Lücken von schwankender Breite verblieben. Auch wenn diese später mit feinem Schotter verfüllt wurden, wird befürchtet, daß sich hier Unkraut ansiedelt, das den optischen Eindruck beeinflusst und regelmäßige Arbeit verursacht.

Eine einzelne der neuen Laternen steht auffallend in Richtung Wegmitte versetzt

Die Baumaßnahme ist derzeit noch nicht komplett abgeschlossen. Bislang nicht fertiggestellt ist eine vorgesehene Bordstein- und Rinnenanlage auf der dem Jabach zugewandten Seite des Weges. Über diese soll das anfallende Oberflächenwasser bei Regenfällen abgeleitet werden.

Zwischen Grundstücks-Einfassungen und dem neuem Weg verblieb ein Freiraum
Der Freiraum wurde mit Schotter aufgefüllt, Anwohner befürchten die Ansiedlung von Unkraut

Das Meinungsbild zum neuen Geh- und Radweg fällt differenziert aus. Manche empfanden die frühere Ausführung als naturnäher und idyllischer, andere weisen auf die bessere Begehbarkeit des Asphalts bei regnerischem Wetter hin. Zum Joggen hingegen sei der früher dämpfende Untergrund geeigneter gewesen. Radfahrer und auch Rollstuhlfahrer loben erwartungsgemäß die neue glatte Oberfläche und die Verbreiterung des Weges.

Der neuausgebaute Abschnitt des kombinierten Geh- und Radweges entlang des Jabachs stellt einen Lückenschluß im "Agger-Sülz-Radweg" dar und wird mit Landes- und Bundesmitteln zur Verbesserung der Rad-Infrastruktur gefördert. (cs)
 

10. Februar 2022

Auf der Bachseite fehlt hier noch eine Rinne zur Abführung des Niederschlagwassers

 

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