Navigation überspringen


Standortnavigation

Sie sind hier: lohmar.info > Berichte > Berichte 2021 > Überflutung in Lohmar-Nord

Service-Navigation

Druckversion . Inhalt . Start . 

Gegendruck der Agger führte zu Ausfall des Pumpwerks

Warum ist das Wasser im Wohngebiet Lohmar-Nord in der vergangenen Woche so stark angestiegen, daß fast alle Keller, aber auch zahlreiche Wohnungen überflutet wurden ?  Diese Frage stellen sich seither nicht nur die Anwohner. Wie berichtet, wurde früh bekannt, daß eine Pumpstation des 'Aggerverband' ausgefallen war und das in den Niederschlagswasser-Kanälen anfallende Regenwasser nicht mehr abführen konnte.

Pumpstation des 'Aggerverband' an der Johannesstraße

In einer - ursprünglich aus anderen Gründen angesetzten - Sondersitzung des Stadtrates gab es nun eine erste Erklärung zu diesem Thema. Wie der Beigeordnete Andreas Behncke erläuterte, läuft das Wasser planmäßig durch natürliches Gefälle zum niedrigsten Punkt der Kanalisation an dem Pumpwerk, das am westlichen Ende der Johannesstraße nahe der Autobahn liegt. Von dort werde das Niederschlagswasser bei einem Aufstau automatisch mit Druck durch eine Verrohrung unter dem Damm der Autobahn in die Agger gepumpt. Dieses System habe zunächst korrekt gearbeitet.

Im Verlauf der am Mittwoch-Nachmittag (14.07.) einsetzenden Hochwasserlage erreichte die Agger am Donnerstag (15.07.) gegen 2 Uhr in der Nacht ihren Höchststand von rund 4,72 Meter. Dieser Rekordstand blieb über viele Stunden bis 10 Uhr am Morgen nahezu konstant. Dadurch, so die Erläuterung, sei der Gegendruck der Agger größer gewesen als die Pumpleistung. Die Pumpen hätten daraufhin um 9.23 Uhr ihren Betrieb eingestellt. Das Regenwasser im Wohngebiet staute sich daher zunehmend an.

Die erste Pumpe der Pumpstation sei gegen Mittag wieder in Betrieb genommen worden. Mit sinkendem Aggerniveau floß das Wasser danach ab, die überfluteten Straßen zwischen Altenrather Straße und Weidchensweg fielen wieder trocken. Für rund 250 Ein- und Mehrfamilien-Häuser mußte in der Folge der Strom abgeschaltet werden, nachdem es durch die überflutete Haustechnik zu ersten Bränden gekommen war.

Ob es bei einem ähnlichen Rekord-Hochwasser der Agger wieder zu einer vergleichbaren Situation kommen kann, ist derzeit nicht bekannt. Die Aufarbeitung der Hochwasserlage dauert noch an. (cs)
 

 

nach oben



24. Juli 2021


Banner nk-se.info Banner much-heute.de Banner broeltal.de

Einkaufen im
Bergischen
Rhein-Sieg-Kreis
stärkt die Region :

Anzeigen

Handel


Gastronomie


Dienstleistung


Freizeit


Gesundheit


Handwerk