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So soll der neue Skatepark aussehen - (Planung und Visualisierung : 'Betonlandschaften / maierlandschaftsarchitektur', Köln)

Lohmar erhält moderne Skater- und BMX-Anlage am Jugendzentrum

Stadtverwaltung und Politik halten Wort bezüglich des Skateparks im Donrather Dreieck. 2015 waren die alten Rampen und Aufbauten des Platzes am Waldrand hinter dem Schulzentrum abgeräumt worden - mit dem Versprechen, nach dem Neubau des Jugendzentrums wieder eine Skateranlage zu errichten. Während der Bauphase von Jugendzentrum und Mensa war die Fläche als Baustofflager benötigt worden. Im vergangenen Jahr wurde dann der Entschluß gefaßt, statt einer Wiedererrichtung in alter Form eine Neuplanung des Skateparks vorzunehmen.

Die frühere Skateranlage bestand aus einzelnen Aufbauten auf der Asphaltfläche

Vertreter des beauftragten Landschaftsarchitekten - eines Fachplaners für Skateparks - trafen sich am 11. Mai mit interessierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Lohmarer Jugendzentrum, um deren Ideen und Wünsche aufnehmen zu können. Auf dieser Grundlage wurde ein Vorwentwurf des neuen Skateparks erstellt, über den der zuständige Jugendhilfeausschuß am 31. Mai beriet. Knackpunkt war, daß die Kostenschätzung 142.000 Euro Baukosten nebst 25.000 Euro Planungs- und Ingenieurleistungen umfaßt - und damit 44.000 Euro mehr als die seitens der Stadt für das Projekt veranschlagten 123.000 Euro. Eine Ausführung in Beton wäre zwar teurer als die frühere Ausführung, dafür aber haltbarer und attraktiver, so Beigeordneter Peter Madel.

Alternativ zu einem Bau der kompletten Anlage hatte die Stadt vorgeschlagen, die Planung in zwei Bauabschnitten zu realisieren, was Mehrkosten verursacht hätte, oder aber zunächst Kosten von 18.000 Euro für Sitzmauern, Bänke und Beleuchtung einzusparen. Der Ausschuß verwarf beides und sprach sich einstimmig für den kompletten vom Landschaftsarchitektur-Büro vorgeschlagenen Neubau aus. Nachfragen gab es nur bezüglich Details von Sicherheits-Aspekten.

Die alte und zukünftige Fläche der Skateranlage befindet sich am Waldrand (rechts) hinter dem Neubau des Jugendzentrums (links)

Die Neuplanung auf der bestehenden Grundfläche von rund 600 Quadratmetern sieht eine Ausführung als durchgehende Betonlandschaft auf zwei Ebenen vor. Die größere untere Fläche ("Street") wird auf zwei Seiten von sogenannten "Banks", "Transitions" und zwei "Wallrides" (schräg oder konkav ansteigenden Rampen) begrenzt. Zudem sind "Curbs", "Kicker", "Ledges" und ein "Vulcano"-ähnliches Mittelelement vorgesehen. Die kleinere obere Ebene wird von einem eingelassenen "Pool" bestimmt, der kreuz und quer befahrbar ist.

Grundlage der neuen Planung war insbesondere, daß der Skatepark nicht nur für "Profis", sondern auch für Anfänger geeignet ist. So lassen sich Elemente verschiedener Schwierigkeitsgrade nutzen. Auch sei das Befahren der Anlage mit BMX-Rädern oder Scootern möglich und somit nicht auf Skater beschränkt. Zeitlich soll die Nutzung nicht begrenzt werden, die Anlage soll frei zugänglich sein. Sie könne auch während der Schulpausen befahren werden. Zudem biete die unmittelbare Nähe zum Jugendzentrum Synergieeffekte. Wann mit der Realisierung der Anlage begonnen wird, ist noch nicht bekannt. (cs)

05. Juni 2017

Aufsicht auf den Skatepark am Waldrand, im Vordergrund rechts die Fläche, auf der sich heute das Jugendzentrum befindet - (Planung und Visualisierung : 'Betonlandschaften / maierlandschaftsarchitektur', Köln)
Aufsicht der geplanten Anlage, oben das Jugendzentrum ("Jabachtalstraße" bezeichnet hier nicht die B 507, sondern die Stichstraße zum Schulzentrum) - (Planung und Zeichnung : 'Betonlandschaften / maierlandschaftsarchitektur', Köln)

 

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