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Zwei schwere Unfälle innerhalb weniger Tage auf der BAB 3

Ein BMW prallte auf den vorausfahrenden
In diesem BMW wurde eine 87-jährige Beifahrerin schwer verletzt

Für massive Verkehrs-Behinderungen nicht nur auf der Autobahn sorgte ein Unfall, der sich heute gegen 16 Uhr auf der BAB 3 ereignete. Ein 45-jähriger Mann, der die mittlere Fahrspur mit einem 'VW Passat' in Richtung Köln befuhr, bremste in Höhe der Unterführung unter der Brückenstraße plötzlich stark ab. Ursächlich könnte eine Radarfalle gewesen sein, die kurz vor der Unfallstelle am rechten Fahrbahnrand aufgebaut war, um die aus Lärmschutzgründen angeordnete Geschwindigkeits-Begrenzung in Höhe des Ortskerns zu überwachen.

Durch das unerwartete Hindernis wurden zwei nachfolgende BMW und ihre Insassen in das Geschehen verwickelt, einer schleuderte auf den Grünstreifen. Dessen laut Polizei 75-jährige Fahrerin wurde lebensgefährlich verletzt, ihre Beifahrerin (51) und die beiden anderen Fahrer (45 / 28) erlitten mittelschwere Verletzungen. Entgegen erster Befürchtungen war keine der Personen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt, die angerückte Siegburger Feuerwehr mußte diesbezüglich nicht eingreifen.

Nachtrag vom 14.01.2014 :  Die Polizei hat die Schilderung des gestrigen Unfallgeschehens auf der Autobahn 3 und die Personenangaben heute korrigiert. Die ursprüngliche Darstellung hatten wir nicht im Detail veröffentlicht, weil die Angaben nicht mit dem Schadensbild vor Ort übereinstimmten. Nun wurde bekannt, daß ein viertes Fahrzeug beteiligt war. Der unbekannte Fahrer dieses PKW hatte auf der mittleren Fahrspur abrupt abgebremst. Es dürfte kein Zufall sein, daß er dies genau in Höhe einer hinter der Leitplanke aufgebauten mobilen Radaranlage tat. Der dahinter befindliche 45-jährige Fahrer eines 'VW Passat' bremste daraufhin bis zum Stillstand ab. Aufgrund eines entstandenen Getriebedefekts habe er dann aber keinen Gang mehr einlegen können.

Eine nachfolgende 51-jährige Autofahrerin konnte ihren BMW noch rechtzeitig vor dem stehenden Hindernis zum Halten bringen. Dem 28-jährigen Fahrer des vierten PKW auf der Mittelspur, ebenfalls ein BMW-Kombi, gelang dies nicht mehr. Das Fahrzeug prallte versetzt in das Heck des vorderen BMW und wurde auf die Überholspur abgelenkt. Der PKW der 51-jährigen wurde zunächst in das Heck des 'Passat' geschoben und schleuderte dann rechtsseitig von der Autobahn. Hierbei wurde die 87-jährige Beifahrerin lebensgefährlich verletzt.

Inzwischen bestehe aber keine Lebensgefahr mehr. Die drei in die Kollision verwickelten Autofahrer erlitten nach aktuellem Kenntnisstand leichte Verletzungen.

Teilweise waren die Unfallspuren, die die Fahrzeuge auf der Fahrbahn hinterlassen hatten, deutlich zu erkennen

Während zunächst noch eine Fahrspur geöffnet blieb, wurde die A 3 später komplett gesperrt, der Verkehr am Kreuz Bonn / Siegburg weiträumig über die A 560 und A 59 zum Heumarer Dreieck umgeleitet. Nicht nur auf der Autobahn kam es zu einem kilometerlangen Stau, auch auf der ersatzweise von vielen Autofahrern genutzten Ortsdurchfahrt Lohmar kam der Verkehr im Berufsverkehr weitgehend zum Erliegen. Eine Fahrt von Siegburg nach Donrath dauerte so zeitweise mehr als 90 Minuten.

Auf der Autobahn sicherte das Unfall-Aufnahmeteam der Polizei Köln derweil die Spuren. Feuerwehr und 'Technisches Hilfswerk' leuchteten die Unfallstelle zu diesem Zweck aus. Erst am Abend, rund sechs Stunden nach dem Unfall, konnte der Streckenabschnitt wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Übersicht über den Standort der drei beteiligten Fahrzeuge nach dem Unfall
Abendliche Unfallaufnahme durch Fachleute der Kölner Polizei

 

Erst vor drei Tagen, am Freitagmittag (10.01.) gegen 13.30 Uhr, war fünf Kilometer nördlich der heutigen Unfallstelle eine Familie mit ihrem PKW verunglückt. Bei der Fahrt in Richtung Frankfurt war an ihrem Mercedes-Kombi kurz nach Passieren der Anschlußstelle Rösrath der linke Hinterreifen geplatzt. Der Wagen geriet außer Kontrolle, querte die mittlere und rechte Fahrspur sowie den Standstreifen, schleuderte mit der linken Flanke gegen einen Baum am Waldrand, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen.

Die 46-jährige Fahrerin trug lebensgefährliche Verletzungen davon, ihr gleichaltriger Ehemann wurde leicht verletzt, die 9-jährige Tochter erlitt nach ersten Erkenntnissen schwere Verletzungen. Für die an die Rettungsarbeiten anschließende Unfallaufnahme mußte die Autbahn zeitweise voll gesperrt werden, wodurch ein bis zu sechs Kilometer langer Stau entstand. (cs / Fotos lp, lö, ms)

 

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13. Januar 2014,
erweitert am
14. Januar 2014