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Busunfall bei Donrath fordert ein Todesopfer und 33 Verletzte

Ein Massenaufgebot an Rettungskräften wurde heute morgen kurz nach 10 Uhr zur Donrather Kreuzung beordert. Zuvor befuhr gegen 9.55 Uhr eine Autofahrerin die B 507 von Neunkirchen kommend in Richtung Rösrath. Nach Zeugenangaben fuhr sie ungebremst bei Rotlicht in die Kreuzung ein. Hierbei kollidierte sie mit einem vorfahrtberechtigten Reisebus, der die Kreuzung auf der B 484 von Wahlscheid kommend in Richtung der Autobahn überqueren wollte.

Der mit 31 Personen besetzte Bus wurde aus seiner Bahn gestoßen, möglicherweise wollte auch der Busfahrer noch nach rechts ausweichen. Das schwere Fahrzeug überquerte daraufhin eine Verkehrsinsel und riß einen Ampelmast mit. Nachdem der Bus in einem Rechtsbogen über die Bordsteinkante auf die angrenzende Wiese gesprungen war, kippte das außer Kontrolle geratene Fahrzeug auf die linke Seite. Der PKW vom Typ Mercedes blieb schwerbeschädigt auf der Kreuzung zurück.

Nachdem zunächst nur zwei Rettungswagen und Notärzte angefordert worden waren, wurde kurz danach die Feuerwehr alarmiert. Nach wenigen Minuten wurde ein sogenannter Massenanfall von Verletzten gemeldet. Neben zahlreichen Notärzten und Rettungswagen aus dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Rheinisch-Bergischen Kreis wurden die Schnelleinsatz-Einheiten (SEG) der Hilfsorganisationen verständigt. Die eintreffenden Kräfte kümmerten sich um die teils noch in den Fahrzeugen verbliebenen Verletzten und brachten sie an mehrere Sammelplätze für schwer- oder leichter Verletzte.

Ein Buspassagier, ein 75-jähriger Mann aus Gummersbach, konnte nur noch tot geborgen werden. Auch die weitere Bilanz fiel erschreckend aus :  5 Schwerverletzte, 8 Mittelschwer-Verletzte und 20 Leichtverletzte. Um sie bemühten sich rund 75 Kräfte von Rettungsdienst und Hilfsorganisationen sowie weitere 75 Feuerwehrleute, die mit verschiedenen Tätigkeiten von der Patienten-Rettung über die Patienten-Betreuung bis zur technischen Rettung beschäftigt waren.

Sieben Notärzte waren im Einsatz, wovon drei mit Rettungshubschraubern eingeflogen wurden. Mehr als 15 Rettungswagen - manche pendelten auch mehrfach zwischen Unfallstelle und Krankenhaus - brachten die Patienten zur Weiterversorgung in die umliegenden Städte, einige schwere Fälle wurden auch ausgeflogen. Weiterhin waren zahlreiche Polizeibeamte mit der Absperrung der Unfallstelle und der Unfallaufnahme befaßt.

Der von einem 37-jährigen Fahrer gesteuerte Reisebus eines Engelskirchener Busunternehmens war mit Mitgliedern der "Altherren"-Turnabteilung eines Sportvereins aus Gummersbach-Dümmlinghausen auf einer "Überraschungstour" in die Eifel. Da die Reisenden leichtes Gepäck mit sich führten, dürfte es sich um einen Wochenendausflug gehandelt haben. In dem PKW wurden neben der nach korrigierten Angaben der Polizei 69 Jahre alten Fahrerin auch zwei Kinder im Alter von 6 und 9 Jahren verletzt.

Der havarierte Bus mußte mit Hilfe eines Schwerlastkrans des Lohmarer Unternehmens 'Salgert' auf die Räder zurückgesetzt werden. Die Befürchtung, es könnten sich noch Opfer unter dem rund zehn Tonnen schweren Fahrzeug befinden, erwies sich zum Glück als unzutreffend. Die Donrather Kreuzung blieb inclusive der Autobahnzu- und abfahrt für mehr als vier Stunden gesperrt. Neben der Feuerwehr kümmerte sich ein hierauf spezialisiertes Unternehmen um die Reinigung der durch Motoröl und Kühlwasser verschmutzten Kreuzung. Der in Anbetracht der Umstände nicht ins Gewicht fallende Sachschaden wird auf rund 50.000 Euro beziffert. (cs / lö)

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterFotogalerie zum schweren Busunfall

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12. Juni 2010